Lifestory: 17 Jahre auf Mallorca und keinen Tag bereut
- nadimagic

- vor 5 Tagen
- 4 Min. Lesezeit


Ich treffe Carsten an seinem Arbeitsplatz im Hotel El Cid in Can Pastilla an der Bucht von Playa de Palma. Hier arbeitet er als Fahrradmechaniker und steht Touristen mit Rat und Tat zur Seite. Vor 17 Jahren wanderte der gebürtige Deutsche mit seiner Familie aus. „Einen wirklichen Grund hatten wir nicht.“ Die Insel gefiel ihm und seiner Frau. Außerdem bietet Mallorca die perfekten Bedingungen, um seiner privaten Leidenschaft nachzugehen.

Als Triathlet findet man auf der Insel perfekte Bedingungen
Carsten ist Hobby-Triathlet. Schon als er noch in Deutschland lebte, nahm der Sport einen großen Teil seines Lebens ein. Bisher hat er an 17 Ironman-Rennen teilgenommen. Sechs davon allein auf Lanzarote und an anderen Orten wie Nizza, Klagenfurt, Zürich, Mallorca. Seitdem er auf der Insel ist, trainiert er jeden Tag. Das fängt schon beim täglichen Weg zur Arbeit an. Rund 20 Kilometer legt er pro Strecke von seinem Wohnort zur Arbeit zurück. „Sport hält jung“, sagt er.


Das Radwegenetz der Insel umfasst 1.200 Kilometer
Mallorca macht es dir leicht, einfach loszufahren – und genau das ist der Vibe. Die Insel hat sich in den letzten Jahren zum echten Hotspot für alle entwickelt, die gern auf zwei Rädern unterwegs sind. Über 1.200 Kilometer an Strecken ziehen sich durch die Landschaft und bieten alles, was man sich wünschen kann: entspannte Touren entlang ruhiger Landstraßen, bestens ausgebaute Wege für sicheres Cruisen und spektakuläre Routen mit Ausblick, die fast zu schön sind, um wahr zu sein.
Vor allem im Osten und Westen findest du ein dichtes Netz an gut ausgeschilderten Strecken, die dich durch einige der schönsten Ecken der Insel führen. Und auch rund um Palma hat sich einiges getan: Mehr Infrastruktur, mehr Leihmöglichkeiten und insgesamt ein deutlich spürbarer Fokus auf nachhaltige Mobilität machen die Stadt inzwischen richtig fahrradfreundlich.
Wer ein besonderes Natur-Highlight erleben möchte, ist zum Beispiel mit der Tour „Via Verde“ gut bedient. Das ist ein „grüner Radweg“, der entlang einer stillgelegten Eisenbahntrasse verläuft und herrliche Ausblicke in die Natur bietet. Das Schöne an seinem Leben hier ist, sagt Carsten, dass sein Beruf auch gleichzeitig seine Leidenschaft ist. Das kann ich bestätigen, denn er hat mich auch sehr gut beraten, als ich mir bei ihm ein Fahrrad für meinen Aufenthalt ausgeliehen habe. 10 Euro kostet übrigens ein gutes Rad im Hotel pro Tag. Und natürlich gibt es nicht nur das, sondern auch tolle Tipps zu Radrouten und Ausflugszielen.

Auch individueller Radurlaub auf der Insel möglich
Wer einen etwas anspruchsvolleren Sporturlaub erleben möchte, dem empfiehlt Carsten eine Fahrrad-Roadtour auf Mallorca. Das Team von Mallorca Cycling kümmert sich um eure individuelle Fahrradtour inklusive Service. Hier bekommt ihr alles aus einer Hand: hochwertige Rennräder, Tourenräder, Gravelbikes oder auch E-Bikes, einen Gepäckservice und ein Notfallteam, das immer zur Stelle ist, wenn es Probleme gibt. Eine Auswahl hochwertiger Hotels, die an den Touren liegen und speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrern ausgerichtet sind, ist natürlich ebenfalls angeschlossen. Carstens Hotel, das TBH El Cid in Can Pastilla, ist selbstverständlich als feste Radstation in das Tourenangebot eingebunden. „Bei mir und meinen Kollegen sind die Urlauber gut aufgehoben“, sagt er. "Der Service ist umfassend und egal, wo man stecken bleibt, das Team hinter den Kulissen kümmert sich um alles“.
Ohne Anpassung an die Spanier geht es nicht
In der ganzen Zeit auf der Insel hat Carsten nicht einen Tag bereut. Ganz im Gegenteil: Ihm und seiner Familie gefällt das Leben auf der Insel so gut, dass sie sich derzeit nicht vorstellen können, jemals nach Deutschland zurückzukehren. Doch ohne sich den Spaniern anzupassen, geht es auch hier nicht, sagt er. „Man darf nicht denken, dass man hierher kommt und sich ausruhen kann, nur weil es eine Urlaubsinsel ist. Man muss auf Mallorca genauso viel arbeiten wie in Deutschland. Manchmal sogar mehr.“
Und natürlich gehören auch Sprachkenntnisse dazu, um am Leben teilzunehmen. Von sich selbst sagt er, dass er nicht fließend Spanisch spricht. „Ich spreche Straßenspanisch“, sagt er und lacht. Aber die Leute verstehen ihn, er kann sich unterhalten, und das ist die Hauptsache, erklärt er mir. Seine vier Kinder lernen in der Schule natürlich perfekt Spanisch, darauf legt er großen Wert.

Ob er den Lesern zum Schluss noch etwas sagen möchte, frage ich ihn: „Ich freue mich, wenn ich noch mehr Menschen für meinen Sport und die Insel begeistern kann“, sagt er und lacht.

Menschen wie Carsten sind das unsichtbare Band, die dafür sorgen, dass euer Urlaub perfekt wird. In den kurzen Einblicken in seinen Alltag hat er mir gezeigt, dass er dort mehr als nur einen Job macht - er lebt seine Leidenschaft, die in jedem Handgriff, jeder Beratung und jeder Tour steckt. Ich danke ihm herzlich für seine Zeit und den Einblick in sein Leben. Und wer weiß, vielleicht treffen wir uns bald wieder - auf dem Fahrrad, das unter der warmen Sonne Spaniens immer weiter in die Freiheit rollt.




Kommentare