Borkum – wo der Wind Geschichten erzählt
- nadimagic

- 22. Apr.
- 12 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Apr.

Es gibt Orte, die sind mehr als nur ein Reiseziel.Orte, die sich nicht nach Urlaub anfühlen, sondern nach einem tiefen Durchatmen. Borkum ist genau so ein Ort. Für mich ist diese Insel weit mehr als ein Fleck Nordsee zwischen Himmel, Sand und Meer. Borkum ist ein Stück Heimat. Ein Ort voller Erinnerungen und Momente, die sich tief in die Seele eingebrannt haben.
Ein paar Facts:
Borkum ist die größte ostfriesische Insel mit rund 31 km²
Sie ist die westlichste Insel Deutschlands in der Nordsee und liegt direkt nahe der niederländischen Grenze
Borkum ist berühmt für seine pollenarme, jodhaltige Seeluft und damit für sein ganzjähriges Hochsee- bzw. Heilklima
Rund um die Insel leben regelmäßig Seehunde auf den Sandbänken, ein echtes Highlight.

Die Insel liegt im Bereich des Wattenmeers, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Eine der beeindruckendsten Naturlandschaften Europas. Auf der Insel leben ganzjährig nur etwa 4.000–5.000 Menschen, in der Saison kommen jedoch Hunderttausende Besucher.
Die schönsten Kindheits- und Jugenderinnerungen habe ich an Borkum
Ich habe hier viele Wochen meiner Kindheit und Jugend verbracht. Mit meiner Familie. Mit meinen Großeltern. Und mit diesem besonderen Gefühl der Ruhe und angekommen zu sein.
Der Vater meiner Oma war Fischer – und genau deshalb gehören meine schönsten Er-innerungen nicht nur zum Meer, sondern auch an einen Küchentisch. Als ich noch Kind war, holten meine Großeltern immer Nordseekrabben direkt vom Kutter. Später dann in der Küche saßen wir alle gemeinsam in der Küche und pulten sie von Hand.
Bei mir lief das damals nach einem sehr einfachen Prinzip: eine pulen, eine essen.
Fürs Brötchen blieb am Ende vielleicht nicht mehr viel übrig, aber darum ging es nie, zumindest wurde mir das später bewusst. Es war das Zusammensein. Dieses warme, echte Gefühl von Familie. Momente, die bis heute in meiner Erinnerung geblieben sind.
In meiner Jugend zogen wir dann mit Urlaubern und Borkumern um die Häuser, machten Ausflüge, gingen Cappuccino trinken, fuhren mit dem Fahrrad einmal quer über die Insel oder gingen surfen.


Viele von ihnen sind mittlerweile wegen der Arbeit aufs Festland gezogen. Und trotzdem ist Borkum bis heute einer dieser Orte, an den alle gerne zurückkehren.
Schon die Anreise ist Magie
Das Gefühl beginnt nicht erst auf der Insel. Es beginnt schon auf der Fähre. Wenn das Schiff oder der Katamaran über das Wasser gleitet, die salzige Nordseeluft in deiner Nase und der Alltag jetzt schon irgendwo hinter dir auf dem Festland vergessen.
Mit jedem Kilometer bekommst du dieses Gefühl von Freiheit zurück. Vorbei am Offshore-Windpark fährt die Fähre auf den Außenhafen zu. Und dann siehst du ihn schon von Weitem:
den Neuen Leuchtturm. Fast so, als würde er dich begrüßen und hätte auf dich gewartet. Keine zwanzig Minuten mehr und du bist endlich wieder auf deiner Insel.
Einfach einmal durchatmen
Ich weiß nicht, wie ihr das empfindet würdet, aber Borkum ist für mich wie eine Reset-Taste. Der Wind lässt dich durchatmen, aber noch viel mehr deinen Kopf. Alles was vorher war - auf einmal vergessen. Es wird still in dir. So richtig erklären kann ich dir das nicht - aber du hast das Gefühl, dass du deine Gedanken neu sortieren kannst. Der Stress lässt langsam nach und du kommst wieder bei dir selbst an.
Und genau das ist, neben dem Heilklima, vielleicht der größte Schatz dieser Insel. Borkum ist rau. Manchmal stürmisch. Nordisch ehrlich. Und wunderschön unaufgeregt. Du brauchst hier keine großen Inszenierungen. Es sind diese kleinen Momente, die bleiben. Das Kreischen der Möwen am Morgen. Der erste Kaffee mit Blick aufs Meer. Barfuß durch den noch kühlen Sand laufen.
Die Insel lebt im Rhythmus der Natur
Auf Borkum gibt die Natur den Takt vor. Ebbe und Flut bestimmen den Rhythmus. Der Wind erzählt seine eigenen Geschichten. Der Himmel verändert seine Farben fast minütlich.
Mal dramatisch in tiefem grau und mal in einem leuchtenden Blau, das bis zum Horizont reicht. Die Sonnenuntergänge tauchen die Insel in ein faszinierendes Farbspiel aus Lila, Blau und warmen Orangetönen – genau diese besondere Mischung ist es, die Borkum so einzigartig macht.
Nachts hörst du das gleichmäßige Rauschen des Meeres, wenn du das Fenster offen lässt und siehst den Leuchtstrahl über die Insel ziehen. Genau diese Ruhe sorgt dafür, dass man richtig gut schlafen kann.

Die Strände sind endlos weitläufig. Genau richtig, wenn ihr einen langen Spaziergang am Meer machen wollt. Zwischen Dünenlandschaften, kleinen Wegen und stillen Ecken zeigt die Insel ihren ganz eigenen Charakter.


Nordstrand
Der Nordstrand ist der belebtere und klassischere Strandbereich und gerade für Familien oder einen entspannten Strandtag sehr gut ausgestattet. Hier gibt es einen Kinderspielplatz direkt in Strandnähe.


Außerdem findest du verschiedene Leihmöglichkeiten für Wind- oder Kitesurfen oder StrandBuggys, was den Strand für die Sportler unter euch attraktiv macht.
Südstrand
Der Südstrand ist etwas ruhiger gelegen und bietet vor allem viel Platz, um entspannt Zeit am Wasser zu verbringen. Auch hier findest du Strandabschnitte mit guter Infrastruktur sowie Möglichkeiten, es sich für einige Stunden gemütlich zu machen. Besonders angenehm ist die etwas geschütztere Lage, wodurch es hier oft ruhiger wirkt als am Nordstrand. Hier könnt ihr euren Hund mitnehmen, denn der Teil des Strandes ist für die Vierbeiner freigegeben. Vom 1. April bis 15. Juli gilt auf der gesamten Insel übrigens Leinenpflicht (Brut- und Setzzeit). Außerhalb dieser Zeit dürfen Hunde auf den ausgewiesenen Hundestrandflächen teilweise auch frei laufen.

Doch Borkum ist mehr als nur Strand.
Zwischen Dünenlandschaften, kleinen Wegen und charmanten Ecken zeigt die Insel ihren ganz eigenen Charakter. Fahrradfahren gehört hier fast schon zum Lebensgefühl dazu. Vorbei an Gräsern, die sich im Wind bewegen, entlang der Küste und hinein in stille Naturabschnitte, in denen man plötzlich nur noch das Meer hört.

Ein leckerer Eintopf oder der Kaffee während des Strandbesuchs
Entlang des gesamten Strandbereichs gibt es mehrere Buden und kleine Strandlokale, in denen du mittags etwas Warmes essen oder dir Getränke und Snacks holen kannst – perfekt für eine Pause zwischen Sonnenbaden, Spaziergang und Meer. Auch Toiletten und weitere praktische Einrichtungen sind vorhanden, sodass man hier problemlos einen ganzen Tag verbringen kann.

Die Strandbar No. 5 am Südstrand ist eigentlich zu jeder Tageszeit ein guter Spot.
Tagsüber läuft hier alles entspannt und unkompliziert. Du kommst vom Strand, holst dir schnell was zu essen oder zu trinken und setzt dich einfach draußen hin. Kein großes Tamtam, sondern genau das, was man am Meer will.
Was es hier generell gibt:
Kaffee, Kaltgetränke und kleine Snacks für zwischendurch
Kuchen oder etwas Süßes für die klassische Strandpause
herzhafte Sachen wie Flammkuchen, Burger oder einfache warme Gerichte
Viele bleiben einfach länger hängen als geplant – erst ein Kaffee, dann vielleicht doch noch was zu essen und am Ende ein Drink. Der Blick aufs Meer macht’s halt schwer, wieder aufzustehen.

Nach einem langen Spaziergang oder ein paar Stunden in der Sonne gibt’s nichts Besseres als eine frische Waffel, ein Stück Apfelkuchen oder vielleicht sogar ein richtig gutes Stück Sahnetorte. Dazu ein Kaffee oder Cappuccino mit Blick aufs Meer – simpel, aber genau das macht’s aus. Viele Strandbuden oder kleine Cafés setzen auf unkomplizierte, frische Sachen, oft sogar mit regionalem Touch.
Abends bekommt der Strand nochmal eine ganz andere Stimmung – und das merkt man auch beim Essen. Viele Strandbuden werden dann ein bisschen „gemütlicher“: Lichterketten gehen an, der Wind wird ruhiger, und statt schnellem Snack bleibt man einfach sitzen. Perfekt für einen entspannten Tagesabschluss.


Meine TOP 18 Sehenswürdigkeiten & Highlights auf Borkum
Das Wahrzeichen der Insel – einmal hoch und du hast diesen unfassbaren Blick über Dünen, Strand und Nordsee. Er ist 60,30 Metern hoch und bietet euch eine einmalige Aussicht. Allerdings müsst ihr um oben anzukommen erst einmal 308 Stufen überwinden. Ein gutes Workout ;).
Eintrittspreise:
Erwachsene ab 14 J.: 4,00€
Kinder ab 4 J.: 2,00€


#2 Die endlosen Strände & Promenade
Breiter Sand, Strandkörbe und das Gefühl, dass hier alles ein bisschen langsamer wird.
Das Schwimmbad & SPA und Saunabereich liegt direkt in den Dünen und bietet einen traumhaften Blick über Strand und Nordsee. Genau das macht einen Aufenthalt so besonders.
Was du dort findest:
Panoramasauna mit Nordseeblick
Finnische Außensauna
Aromasauna
Dampfbad
große Dachterrasse / Sonnendeck
den berühmten Fußreflexzonenpfad „Fautpadje“
Die Eintrittspreise findet ihr hier.

#4 Kletterpark / Hochseilgarten Direkt hinter dem Gezeitenland findet ihr den Kletterpark der nur etwas für die Mutigen ist. Durch den Wind ist es gar nicht so einfach, sich zwischen den verschiedenen Stationen hin und herzuhangeln. Genau richtig für alle, die zwischen Strand und Wellness auch ein bisschen Abenteuer wollen. Die Öffnungszeiten entnehmt der Webseite, die ich euch oben verlinkt habe.
Eintrittspreise (Kletterzeit 2,5 Stunden):
Kind 6 -12 Jahre 19,00€
Jugendliche 13 - 17 Jahre 21,00€
Erwachsene ab 18 Jahre 24,00€
Schüler (ab 18)/Student/Insulaner mit Ausweis 2€ Ermäßigung
#5 Die kleine Dünensauna / Strandsauna am FKK-Strand Mitten in den Dünen, direkt am FKK-Strand, steht diese kleine finnische Strandsauna mit Meerblick. Das Besondere: Nach dem Saunagang gehst du einfach barfuß durch den Sand und springst direkt in die Nordsee zur Abkühlung. Genau dieses Erlebnis macht sie so besonders. Sie wurde saisonal aufgebaut – meist ab Mai bis in den September hinein – und war viele Jahre ein absoluter Kult-Spot auf der Insel.

#6 Windsurfen auf Borkum
Borkum ist tatsächlich ein richtig guter Spot für Wind- und Kitesurfer. Durch die Lage in der Nordsee gibt es oft konstante Winde, was die Insel besonders attraktiv für alle Surfliebhaber macht.
Gerade im Sommer liegen die Bedingungen häufig bei 3 bis 7 Beaufort, ideal für verschiedene Könnerstufen.
#7 Sonnenterrassen am Südstrand
Die Sonnenterrassen am Südstrand sind perfekt, um windgeschützt zu sitzen, die Sonne länger zu genießen und dabei mit Blick aufs Meer einfach entspannt etwas zu essen oder zu trinken. Sie sind kostenlos und frei für alle zugänglich. Die Bänke sind heiß begehrt - daher schnappt euch die freie Bank, wenn ihr eine entdeckt.

#8 Nordsee Aquarium Ein toller Spot, um die Nordsee hautnah zu erleben. Es gibt einen kompakten, aber spannenden Einblick in die Unterwasserwelt mit heimischen Fischarten, Infos zum Wattenmeer und anschaulich aufgebauten Becken.
Eintrittspreise:
Vergleichsweise günstig: 6–8 € für Erwachsene
Kids 3–5 € (Änderungen je nach Saison möglich).

#9 Feuerschiff Borkumriff Maritimes Highlight mit echter Inselgeschichte und super spannend für Storytelling. Vor allem, wenn ihr heiraten wollt. An jedem 3. Freitag im Monat wird das Schiff zum Standesamt mit eleganter Offiziersmesse. Der perfekte Ort, um in den "sicheren" Hafen der Ehe einzulaufen.
Eintrittspreise:
Aktuell: Erwachsene 6,50 € (Eigenständige Schiffserkundung)
Kinder/ Jugend (6-17 J.) 3,00 € (bis 5 Jahre frei)
Familie (2 Erw. mit bis zu 4 Kindern) 16,00 Euro
Öffnungszeiten: 1. November 2025 bis 18. März 2026
Dienstag, Donnerstag und Samstag; jeweils von 10:45 bis 16:15 Uhr, letzter Einlass um 15:30 Uhr.
Ein schöner Einblick in die Geschichte der Insel, vom Walfang bis zum heutigen Kurort. Das Museum ist in einem alten Walfängerhaus untergebracht und zeigt viel zur Inselgeschichte – vor allem Walfang, Seefahrt und das Leben auf Borkum früher. Es passt auch gut zu den Walknochen draußen vor dem Alten Leuchtturm - es gehört thematisch alles zusammen.
Kurz gesagt: Du hast dort Leuchtturm, Walknochen und Heimatmuseum fast auf einem Fleck – so ein kleiner historischer Insel-Cluster mitten im Ort.
Eintrittspreise:
Erwachsene: 6,00 Euro
Kinder ab 6 Jahre bis 15 Jahre: 3,50 Euro
Familienkarte: 14,00 Euro
#11 Greune Stee
Ein ruhiges, naturbelassenes Wald- und Dünengebiet im Westen der Insel – ein echtes Kontrastprogramm zum Strandtrubel. Hier geht es durch schmale Wege zwischen Kiefern, Dünen und kleinen Lichtungen, oft mit einer fast schon mystischen, windgeschützten Atmosphäre.
Die Greune Stee ist ideal zum Spazierengehen oder Radfahren, besonders wenn man mal etwas Ruhe sucht oder einfach die Natur der Insel abseits der Strandpromenade erleben will. Mit etwas Glück sieht man sogar Rehe oder Kaninchen, die sich hier heimisch fühlen und auf dem Weg zum Hafen kommt ihr an den Bienenkästen für den Inselhonig vorbei. Gut geschützt zwischen Wald und Dünen. Die Bienen sammeln hier den Nektar aus der typischen Inselvegetation – was dem Honig diesen leicht salzigen, wilden Nordsee-Charakter gibt. Das passt ziemlich gut zur ganzen Atmosphäre: ruhig, naturbelassen und ein bisschen verborgen.
#12 Bimmelbahn fahren
Mit der Borkumer „Bimmelbahn“ kannst du auch eine schöne Rundtour zum Hafen und wieder zurück machen – ganz entspannt durch die Insel, mit kurzen Stopps und dem Gefühl, Borkum einmal komplett im Mini-Tempo zu erleben.
Fahrpreise:
Einzelfahrt: ca. 3–5 € pro Strecke
Hin- und Rückfahrt / Rundtouren: oft ca. 6–10 €
Kinder: in der Regel deutlich günstiger (häufig um die Hälfte oder ermäßigt)

Dann gibt es noch das Inselkino auf Borkum, dass in der Hauptsaison geöffnet ist. Ein gemütliches Kino mitten auf der Insel, in dem du aktuelle Filme in entspannter Atmosphäre schauen kannst – perfekt für einen Abend, wenn das Wetter mal nicht mitspielt. Ihr findet es in der Kulturinsel in der oberen Etage. Außerhalb der Saison kann es sein, dass es nur sehr eingeschränkte Vorführungen gibt – hängt immer ein bisschen vom Programm und der Nachfrage ab. Am besten schaut man kurz vorher ins aktuelle Kinoprogramm der Insel.
#14 Rundflug & Inselhopping Richtung Wangerooge
Borkum aus der Luft ist ein Erlebnis für sich – die Nordseeinseln von oben sehen einfach magisch aus. Der Rundflug kostet euch 89 EUR und dauert etwa 15 Minuten. Ein Flug nach Juist, Norderney, Norddeich, Greetsiel oder Emden kostet 128 EUR.
#15 Omas Teestübchen
Ganz ehrlich: Das ist fast schon eine Sehenswürdigkeit für sich. Ein Besuch dort gehört einfach dazu – diese legendären, riesigen Windbeutel und eine Kanne echten Ostfriesentee mit Sahne. Das ist ein echtes Borkum-Must-do und perfekt für einen gemütlichen Nachmittagsstopp nach dem Strand anstatt Mittagessen ;). Hier geht es zur Website


#16 Alter Leuchtturm (De Olde Toorn)
Ein absolutes Must-see. Der Alte Leuchtturm ist das älteste Bauwerk auf Borkum und sogar der älteste Leuchtturm aller ostfriesischen Inseln. Er stammt aus dem Jahr 1576 und erzählt richtig viel Inselgeschichte – von Seefahrt, Walfang und Nordsee-Mythen.
Direkt vor dem Alten Leuchtturm liegt der historische Walfängerfriedhof, der aus dem 18. Jahrhundert stammt. Hier wurden Seeleute und Walfänger bestattet, die in der Zeit des Nordsee-Walfangs lebten. Zwischen den alten Grabsteinen ragen riesige Walknochen senkrecht aus der Erde.
Die Wattwanderungen mit Peter de Buhr gehören auf Borkum zu den echten Klassikern, wenn du das Wattenmeer nicht nur sehen, sondern wirklich erleben willst.
Mit ihm geht es bei Ebbe raus ins Watt – barfuß durch den Schlick. Ihr seht Priele, kleine Krebse und Muschelbänke. Er erzählt viel über das Leben im Nationalpark Wattenmeer, die Gezeiten und warum dieses Gebiet so einzigartig ist.
Preise:
Erwachsene – 10,00 €
Kinder 4 bis einschließlich 12 Jahre – 7,00 €
(WICHTIG – Wanderung ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet.)

#18 Reitkurse & Reiten auf Borkum
Auf Borkum kann man Reitkurse belegen und bei Strand- oder Inselritten auf gut ausgebildeten Pferden die Dünenlandschaft und das Watt erleben. Der zentrale Anbieter ist der Reitstall Borkum
Adresse: Goedeke-Michel-Straße 11, 26757 Borkum (in den Dünen, nahe Wasserturm)
Preise:
Ponyreiten: ca. 12–16 €
Reitstunde (ca. 45 Min): ca. 35–45 €
geführter Ausritt (ca. 1–1,5 Std): ca. 35–46 €
Galopp-/Strandausritt (je nach Dauer): bis ca. 85 €

Veranstaltungen auf Borkum
Im Sommer gibt es auf Borkum vor allem Strandpartys, Open-Air-Events und Abende mit DJs in Strandbars, bei denen bis spät in die Nacht direkt am Meer gefeiert wird. Hier findet ihr alle Veranstaltungen auf einen Blick: https://www.borkum.de/veranstaltungen/kategorie/party/
Borkum ein berüchtigtes Piratennest?

Im Jahr 1400 war dies tatsächlich der Fall. Denn zu damaliger Zeit machte der berühmte Pirat Klaus Störtebeker regelmäßig Halt auf den ostfriesischen Inseln. So auch auf Borkum. Man erzählt sich seitdem die sagenumwobene Geschichte von einem versteckten Schatz. Zwischen den endlosen Dünen und dem rauschenden Nordseewind soll das Gold vergraben sein, das die Insel seit Jahrhunderten bewahrt. Die Legende erzählt von verborgenen Kisten voller Gold und Juwelen, versteckt zwischen Sand, Wind und alten Dünenpfaden. Niemand weiß genau wo.
Viele Geschichten spekulieren, dass er im westlichen Teil der Insel versteckt sein könnte, irgendwo hinter den Dünen von Greune Stee, vielleicht sogar in einem Bereich, der heute von der rauen See teilweise „verschluckt“ wurde. Also ein versunkener Teil der alten Inselküste.
Über die Jahrhunderte sind die Dünen teilweise vom Meer erosiert oder verändert worden, was die Legende noch mystischer macht. Die äußersten Dünen der Südspitze ist völlig verändert und niemand kann so ganz genau sagen, wie die Süddünen um das Jahr 1400 beschaffen waren. Störtebeker versteckte den Schatz hier kurz vor seiner Hinrichtung in Hamburg.
Im Volksmund wurde ein Spruch weiter getragen: „Wenn die Woldedünen könnten sprechen, würde es ganz Borkum nie an Geld gebrechen.“
Störtebeker war den Ostfriesen lange bekannt durch seine Raubzüge. An der Ems soll er große Beute gemacht haben und kam mit seinem Schiff auf seinen Raubzügen immer wieder an Borkum vorbei.

Ist ein Teil des Schatzes gefunden worden?
Nein, der Schatz wurde bis heute nicht gefunden. Aber es gab dennoch einen echten Glücks-Fund: Bei einem Spaziergang am westlichen Strand fand eine Sammlerin eine große Silbermünze (Guldiner) aus dem Jahr 1547, mit dem Bild des Kaisers Karl V. und dem Stadtwappen von Regensburg. Diese Münze wurde dort nach langen Stürmen im Sand freigegeben und passt zu einer Reihe ähnlicher mittelalterlicher Funde in dem Bereich. Die Münze ist heute im Heimatmuseum von Borkum ausgestellt.
Wer heute über Borkum streift, spürt die Geschichte an jeder Ecke: der Alte Leuchtturm wacht über den Walfängerfriedhof, die riesigen Walknochen ragen wie stumme Wächter aus dem Sand, und irgendwo dazwischen, so heißt es, wartet noch immer Störtebekers Beute auf den Finder mit Mut, Neugier und einem Stück Nordseezauber. Man muss nur genau hinschauen – und vielleicht den Wind in den Haaren spüren, um den Hauch von Abenteuer zu entdecken.

Fazit
Auch, wenn du auf Borkum vielleicht kein Gold oder Edelsteine findest - der größte Schatz den du dort bekommen kannst, ist, dass dir etwas Lebensqualität zurückgegeben wird. Dass du mit freiem Kopf und geheilterem Herzen wieder in den Alltag starten kannst.
Du fühlst es schon in den ersten Tagen. Wenn du nachts dein Fenster offen lässt, kannst du die Brandung hören…und du schläfst tiefer. Es hat etwas beruhigendes. Schaust du raus, siehst du den Lichtstrahl des Leuchtturms. Und das ist es, was sich in deiner Seele fest einbrennt.
Der Leitspruch auf dem Wappen der Insel lautet übrigens: "Mediis tranquillus in Undis." Damit du ruhig inmitten der Wogen und Wellen bist, auch wenn die Brandung des Lebens manchmal an deinen Strand spült.























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